Abstract
Die Zeit des Es war, die Nietzsche im rachsilchtigen Menschen
voraussetzt, ist, so haben wir aufgezeigt, die Form der Zeit, mit der wir
taglich gedankenlos umgehen. Unsere sukzessive lineare Zeiterfahrung
wurde von der christlichen Geschichtsauffassung vorbereitet. Dank
des wissenschaftlichen Denkens drang sie ins tagliche Leben vor.Wir
kennzeichneten die moderne Form der Zeit als die Zeit der Neuzeit.
Sie ist ein Kulturergebnis, sie ist nicht naturgegeben.
Was wird in diesem Falle aus der Geschichte, deren Ontologie wir
zu untersuchen versuchten? Der uns gelaeufige Begriff der Geschichte
ist nicht ohne die Sukzessivitat der Zeit zu denken. Verneint man die
Sukzessivitat der Zeit, dann wird auch die Geschichte als eine chronologisch
geordnete Struktur der Ereignisse hinfallig. Es gibt also keine Geschichte.
| Original language | German |
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| Qualification | Doctor of Philosophy |
| Supervisors/Advisors |
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| Award date | 7-Jul-1969 |
| Place of Publication | Groningen |
| Publisher | |
| Publication status | Published - 1969 |